Traumtagebuch und Blog

Faszinierend, unsere Träume festzuhalten. Ein Traum muss sofort notiert werden, da die Bilder innert kurzer Zeit verblassen. Die Traum-Notizen sind eine Art Tagebuch oder eine Reisebeschreibung im Zeitraffer, wie die Beispiele zeigen. Eine Psychologie-Professorin hat die Träume von Seniorinnen und Senioren untersucht, aber nicht gedeutet.

Träume von Senioren

Die Psychologie-Professorin Inge Strauch untersuchte die Träume von Seniorinnen und Senioren. Ältere Männer träumen oft von ihrem Berufsleben und ältere Frauen von der Zeit, als die Kinder noch im Teenageralter waren. Für Männer ist die Auseinandersetzung mit der männlichen Welt wichtig für ihr Selbstgefühl und ihr Vorwärtskommen. Über das Wetter werde im Traum nicht diskutiert. Smalltalk, der im wachen Leben auf Partys eine wichtige Rolle spielt, finde im Traum allgemein nicht statt. Die Frage nach dem Sinn von Träumen ist genauso schwer zu beantworten wie die Frage nach dem Sinn des Lebens (soviel von Inge Strauch). Mit der Traumdeutung bin ich daher vorsichtig geworden, da man Träume nie ganz verstehen kann.

Beispiel: Die verflixten Umlaute

Der Schnellzug nach nirgendwo

Im Laufe der Jahre lernen wir, die Träume immer besser festzuhalten — eine spannende Sache. Wir möchten die Träume sammeln wie Fotos oder besser Videos. Die Schriftsprache erweist sich wieder einmal als ein wertvolles Kommunikationsmittel.

Der Fern- oder Schnellzug ist ein interessantes Traummotiv, das viele Menschen durch das ganze Leben begleitet. Ein Ehepaar besteigt mit grossen Reisekoffern einen langen Schnellzug im (Zürcher) Hauptbahnhof. Das Reisefieber hat die beiden gepackt, wegen der vielen Leute im Zug fühlt er sich aber nicht ganz wohl. “Werden wir einen bequemen und ruhigen Platz ergattern können?” Die Reise geht los, sie befinden sich bereits nördlich von Basel und rollen entlang eines grossen Stromes. Sie wissen nicht, ob es der Rhein, der Main oder die Elbe ist. Der Zeitraffer läuft…

Auf einer kleinen Station müssen sie aussteigen, da sie dort Ferien gebucht haben. Der Zug ist etwas verspätet und beginnt jetzt zu bremsen, um anzuhalten. Wegen der vielen Leute können sie die nahe Ausstiegstüre nicht benutzen und müssen mit dem Gepäck zur Türe am anderen Ende des Wagens. Die Leute drängeln durch den engen Gang. Schon sind sie in der Nähe des Ausgangs, als der Zug wieder langsam anfährt. Er hat an der Station nur ganz wenige Sekunden gewartet. Der Mann schreit: “Wir müssen hier raus”. Die uniformierte Zugbegleiterin, eine Asiatin, sieht ihn mit grossen Augen an. Sie bleibt stumm. Der Zug rollt weiter, der Traum ist zu Ende.

Noch ein Beispiel: Der vergessene Rucksack

Der Blog als eine Inhaltssammlung

Zitat aus: Das Gold im Dunkeln der Seele finden (Patmos 2015)

Unterstreichen Sie Ihre Bereitschaft, sich an Ihre Träume zu erinnern, indem Sie ein Traumtagebuch führen, das Sie zusammen mit einem Stift neben Ihr Bett legen, so dass Sie sich gleich nach dem Erwachen oder wenn Sie während der Nacht aufwachen, ein paar Notizen über den Trauminhalt machen können.

Der Traum wird gleich aufgeschrieben, da die Bilder rasch verblassen. Im Laufe des Tages werden die Notizen dann zu einem Blogbeitrag … Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, dass die Senioren ihre “Traumreisen” analysieren, auch wenn gewisse Wünsche oder eine Angst eine Rolle spielen könnten. Der Blog wird einfach als Inhaltssammlung eingesetzt. Da jeder Beitrag ein Datum trägt, sieht man immer, wann wir was geträumt haben. Im Gegensatz zu den Blog-Beiträgen sind die statischen Seiten nicht datiert. Schreiben Sie einfach 1 Beitrag pro Traum.

Geschrieben mit Word: Traum 1995 (pdf)

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Über petervollenweider

Winterthurer der 68er Generation. Kurs: "Eine eigene Homepage mit WordPress"
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2 Antworten zu Traumtagebuch und Blog

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