Wozu eine eigene Homepage?

Wozu brauchen Senioren eine eigene Homepage? Erstaunlich, wofür sich die Senioren interessieren. Die 68er Generation ist zwar nicht mehr anti-autoritär, aber immer noch neugierig. Sie arbeiten gerne mit dem Webbrowser, egal ob ein Browser von Microsoft oder Apple; sie interessieren sich nicht nur für das Internet und Google, sondern auch für die Sozialen Medien, für das Schreiben eines Blogs oder eine moderne „Homepage“. Die Sozialen Medien können den Senioren eine Tür zu den Enkeln öffnen; vielleicht helfen diese Enkel uns Digitalen Immigranten einmal im Umgang mit den Smart Phones und im Kampf mit den Passwörtern, da wir ja die unverzichtbaren Passwörter über alles „lieben“.

Inzwischen hat die Senioren-Universität Zürich den dritten Computerkurs „Eine eigene Homepage erstellen“ durchgeführt. Siehe Ausschreibung und Lektionsplan (pdf).

Einsatz-Szenarien für Weblogs

Der Inhalt oder (neudeutsch) Content eines Blogs oder einer Homepage ist so vielfältig wie die Lebensläufe der Senioren, wie deren vielseitige Lebenserfahrungen und kreative Hobbys. Grundsätzlich zählt WordPress so wie Facebook oder Wiki zu den modernen Sozialen Medien, die immer wichtiger werden, weil sie eine Zweiweg-Kommunikation ermöglichen. Beispielsweise kann ein Leser dem Autor jederzeit einen Kommentar oder ein Feedback zurückschicken. Ein Weblog kann von Senioren vielfältig eingesetzt werden, z.B. als

  • das Tagebuch ist die Mutter aller Blogs, normalerweise öffentlich einsehbar
  • Familiengeschichte
  • Newsletter für einen Verein
  • Inhaltssammlung (z.B. Reisen, Rezepte, Filme, Konzerte, Theaterstücke, Bilder, Träume). Ein Kursteilnehmer zeigt uns Bleistift-Zeichnungen von alten Gebäuden seiner Stadt.
  • Forum mit Diskussionsmöglichkeit
  • usw.

Dazu vier Beispiele aus dem Kurs:

  1. Pers. Blog eines Achtzigjährigen — je ein Beitrag pro Monat
  2. Schreibwerkstatt
  3. Kleine Homepage „Klausenpass“
  4. Heimweh-Blog zu Winterthur — Sandkasten

Auch im Oktober 2014 erreichen praktisch alle Kursteilnehmer das Kursziel: eine eigene Homepage. Die Beispiele:

  • Gedankensplitter
  • Reise- und Wanderberichte, Jakobsweg, Pilgerweg
  • Alters- und behindertengerechte Mietwohnungen
  • Die Schritte zu einem Beitrag
  • Hedwig “Die Kämpferin”
  • aktiv-zusammen, Führungen usw.
  • Casa in Coglio
  • Kann die romanische Sprache gerettet werden?
  • Meine persönliche Informatik-Geschichte
  • Unsere Familien-Chronik

Vereinzelte Kursteilnehmer möchten gar keine Website verwenden, sondern sich nur das Know How aneignen, indem sie den Blog-Dienst und die einfache „Arbeitsumgebung“ von WordPress kennenlernen — MyBlog genannt. Die Senioren, die noch mit der Schreibmaschine gross geworden sind, arbeiten heute gerne mit dem traditionellen PC, der mit Tastatur und Maus versehen ist. Ein Königreich für die gute alte Maus! Für uns ist der Personal Computer oder das Notebook ein geniales Werkzeug, weil das „Kopieren und Einsetzen“ auf der Schreibmaschine noch nicht zur Verfügung stand. Die Hermes Baby kannte noch kein Copy&Paste, sodass wir den Fortschritt selber beim Texten erlebt haben.

Hürden überwinden

Auf dem Weg zu einer eigenen Homepage treffen die Kursteilnehmer bisweilen auf ein paar Stolpersteine. Die Teilnehmer an der Senioren-Universität müssen einige Hürden überwinden, um das Kursziel zu erreichen — http://phvollenweider.wordpress.com/stolpersteine/

Es befriedigt, wenn man sich ein persönliches Ziel steckt und dieses schliesslich erreichen kann. Und auch der Lehrer ist zufrieden, wenn er sieht, dass das Lernziel erreicht worden ist …

Therapie durch Schreiben

In einigen Fällen haben die Kursleiter eine „Therapie durch Schreiben“ beobachtet. So versuchen Teilnehmer beispielsweise, einen Verlust oder eine Platzangst in der Biografie zu verarbeiten. Angststörungen verschiedenster Art sind relativ weit verbreitet (insgesamt 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung, das sind mindestens 700000 Schweizer und Schweizerinnen). Niemand ist also allein betroffen, auch wenn die Aengste stark variieren (Verlustangst, Angst vor dem Alleinsein gegenüber Angst vor anderen, Bindungsangst, Platzangst usw.). Die Kenntnis der biografischen Bruchstellen, vor allem in der Kindheit oder der Pubertät, hilft auch dem Partner und den Angehörigen, die Ursachen einer Angststörung zu verstehen und evt. zu heilen, wozu die Chancen nicht schlecht stehen. Das meiste in uns wird während der Kindheit angelegt. „The child is father of the man“. Im Alter von vier Jahren kletterte Hans auf ein Wasserfass — aus kindlicher Neugierde! Der Sturz ins Wasserfass bestätigt die Theorie, dass Aengste häufig in der Kindheit oder der Pubertät ausgelöst werden, in diesem Fall die Platzangst.

Link: Biografiearbeit

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Über petervollenweider

Winterthurer der 68er Generation. Kurs: "Eine eigene Homepage mit WordPress"
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2 Antworten zu Wozu eine eigene Homepage?

  1. Pingback: Traumblog | Kurs für Senioren

  2. Mandy Sale schreibt:

    Mit einer Homepage kann sich ein jeder Unternehmer selbst vermarkten, er kann Informationen raus geben, über neue Produkte berichten, seine Kontaktdaten finden sich auf der Homepage und und und. Gerade in der heutigen Zeit, wo fast jeder das Internet als Informationsquelle nutzt ist eine eigene Webseite ein MUSS für einen jeden Unternehmer.
    Derjenige der keine Ahnung von Programmiersprache hat, der könnte sich überlegen ob er die Möglichkeit nutzt und einen Homepage Baukasten benutzt.
    Somit lässt sich die Seite leicht selbst erstellen.
    Wichtig ist nur vorher die Anbieter untereinander zu vergleichen, da die Leistungen sich stark voneinander unterscheiden, auch in der Bedienbarkeit. Gut möglich ist das auf den Seiten von Website-Anbieter-Test . Dort wird eine Übersicht mit vielen Anbietern von Homepagebaukästen geboten, in denen Vor- und Nachteile kurz erklärt sind. Daher https://www.website-anbieter-test.de/

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