Maus-Klick oder Touch Screen?

An der UZH bietet die Senioren-Universität einen Kurs an, in welchem das Blog-Programm WordPress eingesetzt wird. Diese Kurse waren zweimal ausgebucht, da es unter den Senioren immer mehr Digital Immigrants gibt. Die ehemalige 68er Generation interessiert sich neuerdings für Soziale Medien; sind doch die Baby Boomer noch gesund und munter — zwar nicht mehr anti-autoritär wie damals, aber immer noch neugierig. Die Senioren, die mit der Schreibmaschine gross geworden sind, bevorzugen (noch) den traditionellen PC mit Tastatur und Maus; sie sind sich z.B. gewohnt, einen Text mit der Maus als fett oder kursiv zu kennzeichnen und die Schriftgrösse zu kontrollieren. Am liebsten hätten sie einen Webbrowser mit eingebautem Word-Programm. Da die Teilnehmer ständig mit einem Browser arbeiten, wäre es vorteilhaft, wenn sie mit den Browser-Tabs vertraut sind (gleichzeitiges Arbeiten mit verschiedenen Fenstern und Zoom-Faktoren).

Copy and Paste, sowie Cut and Paste

Die meisten Digital Immigrants sind mit dem Cut and Paste (Ausschneiden und Einfügen) vertraut, um einen Textblock zu verschieben.

  1. Einen Textblock mit der Maus aktivieren, d.h. anstreichen oder markieren.
  2. Mit dem Bearbeiten-Menu „Ausschneiden“ oder „Kopieren“ kommt der Textblock dann in die sogenannte Zwischenablage.
  3. Mit der Maus den Zielort anklicken und schliesslich „Einfügen“.

Der Textblock ist an den gewünschten Ort verschoben oder kopiert. Damit profitieren die Kursteilnehmer von einer Errungenschaft der modernen Textverarbeitung; sie können die Methode des „Cut and Paste“ auch im Kurs nutzen, wenn sie einen Blog schreiben. Mit „Copy and Paste“ kann natürlich auch Text aus einem anderen Dokument eingefügt oder importiert werden, zumal die Zwischenablage heutzutage sehr gross ist. Probieren Sie ein Mail oder einen Kommentar aus dem Internet zu importieren! Die Hermes-Schreibmaschine kannte noch kein „Copy and Paste“.

Hermes Baby

Hermes Baby noch ohne „Copy and Paste“

Soziale Medien

Die meisten Kursteilnehmer verwenden zuhause einen Personal Computer — mit der guten alten Tastatur und der unverzichtbaren Maus. Um einen Text abzuändern, ist die Maus immer noch das beste Werkzeug. Die „Cut and Paste“-Methode funktioniert zwar auch auf dem Smart Phone, wenn auch nicht so bequem. Das Interesse für Smart Phones und Tablets hält sich noch in Grenzen; einzelne Senioren bringen ein Smart Phone mit in die Lektionen. Nicht alle Digital Immigrants haben sich mit den kleinen Fensterlein, der Kacheln-Oberfläche und der Wisch-Bewegung (anstatt Maus-Navigation oder Maus-Klick) angefreundet. Das Eintippen komplizierter Passwörter kann für die Senioren mühsam sein, aber die Smart Phones öffnen ihnen eine Tür zu den Enkeln. Vielleicht fragt eine Enkelin: “Willst Du mein Friend werden?” oder “Hast Du WhatsApp?” — oder ein anderes App? Der Play Store auf Android (Google) und der App Store auf iPhone (Apple) bieten beide auch ein App für WordPress an. Nicht nur Facebook, sondern auch das Programm WordPress zählen zu den sozialen Medien — letzteres zum Führen eines Blogs oder Erstellen einer eigenen Homepage.

Dashboard auf einem Tablet

Dashboard von WordPress auf einem Tablet (iPad)

Fazit: eine eigene Homepage kann am herkömmlichen PC oder auch mit einem Smart Phone oder Tablet erstellt werden. Der Bearbeitermodus (visueller Editor) ist in letzter Zeit für Tablets, z.B. iPad, optimiert worden. „Jetzt ist es noch einfacher, etwas auf WordPress.com zu kreieren!“ — WordPress hat eben noch einen „einfacheren“ zweiten Editor zum Schreiben entwickelt.

Visueller Editor auf einem Tablet

Neuer visueller Editor auf einem Tablet

Wem der neue Editor nicht passt, der kann auf den „classic-modus“ umschalten. Im Kurs arbeiten wir mit dem klassischen Editor — auf dem traditionellen PC.

Fingerbewegungen tippen und wischen

Die Autoren kommen auf einem Tablet (z.B. iPad) ohne Maus aus. Die Finger müssen als Werkzeug genügen: antippen, doppeltippen, drücken, wischen, spreizen usw. Der Touch Screen macht es möglich. Tipp: wenn Sie diesen oder einen anderen Beitrag auf einem iPhone oder iPad lesen… Doppeltes Antippen (double-tap) einer Spalte vergrössert diese, sodass Sie den Text in der optimalen Grösse lesen können. Ein Spreizen der Finger (pinch) bewirkt ebenfalls eine Vergrösserung. Mit Drücken kann man ausschneiden bezw. einfügen (etwas einfach gesagt). Seit iPhone 3 hat Apple endlich die lang ersehnte Copy&Paste-Funktion implementiert.

Immer häufiger sieht man auf dem Smart Phone folgende Kachel, das Menu-Icon:

Hauptmenu öffnen

Hauptmenu öffnen

Das Antippen dieser Kachel öffnet immer ein Hauptmenu mit weiteren Optionen. Bei WordPress öffnet dieses Symbol auf dem Tablet das Dashboard-Menu, also die Administrationsoberfläche. Das Symbol wird auch von anderen Anwendungen wie Firefox, Thunderbird (Mail), iTunes (Musik), Skype (Telefon) oder Google Drive (Files) angezeigt. Immer geht es um eine Navigation mittels der Finger.

Zahnrad

Zahnrad

Ein Zahnrad steht meist für weitere oder erweiterte Einstellungen, so auch beim Internet Explorer und bei WordPress.

Text korrigieren auf dem iPhone und dem iPad

Vergrösserungsglas

Vergrösserungsglas

Wenn wir uns beim Schreiben vertippt haben,  dann können wir auf dem iPhone und dem iPad das Vergrösserungsglas nutzen, manchmal „Lupe“ genannt. Dieses hilft, den Cursor an der richtigen Stelle zu platzieren, um den Text zu korrigieren. Das Vergrösserungsglas ist in vielen Programmen mit Texteingabemöglichkeit verfügbar, zum Beispiel im Browser. Zum Aufrufen drücken wir ein paar Sekunden an die gewünschte Stelle auf der Scheibe, bis das Vergrösserungsglas erscheint. Die vergrösserte Darstellung darunter hilft, den blinkenden blauen Cursor an die richtige Stelle zu setzen.


Internetnutzung: http://www.zfg.uzh.ch/projekt/ikt-alter-2014.html

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Über petervollenweider

Winterthurer der 68er Generation. Kurs: "Eine eigene Homepage mit WordPress"
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7 Antworten zu Maus-Klick oder Touch Screen?

  1. petervollenweider schreibt:

    Der Kampf mit den Passwörtern: Einige Digital Immigrants stehen generell auf Kriegsfuss mit Passwörtern und tappen in die Falle der Caps-Lock-Taste. Würde dieses nutzlose Ueberbleibsel aus grauer Vorzeit abgeschafft, gäbe es wahrscheinlich weniger Passwort-Fehler mit Gross-/Kleinbuchstaben.

  2. petervollenweider schreibt:

    Widgets sind Funktionen in einem grafischen Fenstersystem. Immer mehr moderne Benutzeroberflächen verwenden Widgets. Es ist attraktiv, dass man die Widgets mit “Drag & Drop” einfach in eine Benutzeroberfläche hinein oder wieder weg ziehen kann. Unter “Design” könnten Sie im Dashboard ein Widget auswählen (z.B. Kalender oder Letzte Kommentare) und dieses einfach nach rechts in den zweiten Widget-Bereich ziehen. Die Kursteilnehmer üben mit dem Kalender-Widget, indem sie dieses mit “Drag and Drop” verschieben.

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